Plattschwatzekreis

 

 

Der Plattschwatzekreis trifft sich

 in Hermanns Scheune jeweils um 16 Uhr am

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Mittwoch, 21. November 2018

Mittwoch, 19. Dezember 2018

 

 

Einige sprechen es, einige verstehen es, für einige ist es eine Fremdsprache: Niederdeutsch, oder auch Plattdeutsch genannt. Wie steht es um die Sprache in der Region? „Wenn wir nichts unternehmen, stirbt Plattdeutsch bei uns im Landkreis aus“. Das sagt Wolfgang Leopold, einer von vier neuen Beauftragten für die niederdeutsche Sprache im Landkreis Göttingen. Er war am 21. März 2018 mit einem Vertreter der Presse zu Besuch beim Plattschwatzekreis des Heimat-und Geschichtsvereins Wulften, um sich vorzustellen und über die Situation in Wulften zu informieren.

                                                                                                                    Es ist fünf vor zwölf", sagte er. Leopold ist zuständig für den Altkreis Osterode, er wohnt in Dorste. Leopold hat in seinem Heimatort eine Erhebung gemacht. Im Jahr 2013 waren es dort noch 59 Menschen, die von Haus aus Plattdeutsch sprachen, jetzt seien es nur noch 42 - "und alle sind mindestens 75 Jahre alt".

 

Neben Schwiegershausen im Altkreis Osterode gibt es nur noch das Dorf Hemeln im Landkreis Göttingen, in dem im Alltag noch ganz selbstverständlich überall Platt gesprochen wird, auf der Straße, im Verein, in der Kneipe und in der Schule. "Das gilt vielleicht für drei bis fünf Orte im Landkreis", so Leopold.

 

Früher galt Platt als "uncool", sagt Leopold. Heute, so trägt er es auch als Slogan auf dem T-Shirt, sei das zum Glück anders.

 

Dennoch sterben die, die die Sprache von klein auf ganz alltäglich sprachen, in vielen Dörfern langsam weg. Wolfgang Leopold, heute 67 Jahre alt, hat das Plattsprechen erst in späten Jahren richtig erlernt. Wie viele andere Südniedersachsen konnte er es zunächst nur verstehen, aber kaum flüssig sprechen. Aber das lasse sich lernen.

 

Vater und Mutter hätten noch Platt gesprochen, er selber aber hat es überwiegend auf der Straße gehört. Zuhause wurde auch bei ihm Hochdeutsch gesprochen. Präsent war die Sprache aber immer. "Ich hab lange im Männergesangverein gesungen, dort haben 80 Prozent der Männer Platt gesprochen", sagt  der 67-Jährige. Erst 2013 hat  er in einem Plattdeutschen Kreis das Sprechen trainiert. "Man hört es, es holpert manchmal noch", sagt er. Umso mehr engagiert sich der Vorsitzende des Südniedersächsischen Plattdeutsch-Forums für das Niederdeutsche.

 

Advent 2015

 

 

Be´en Plattschwatzen in´re  Lekkewieken an Aschermiddewieken 2013

 

Beim Plattschwatzen am Aschermittwoch

 

 

Gemütliche Runde im Advent 2012

 


 

Seit über 10 Jahren trifft sich eine Plattschwatzegruppe an jedem 2. Mittwoch im Monat, um sich auf Platt über alte Sitten und Gebräuche, über Gott und die Welt zu unterhalten. Dadurch soll das Wulftener Platt lebendig bleiben, alte Ausdrücke und Redewendungen weitergegeben werden.

 



Kümmst do oak moal ?

Jule Hattenbauer und Timon Zimmermann
haben am plattdeutschen Schüler-Lesewettbewerb im Frühjahr 2011 teilgenommen und haben sich unter den besten zehn Vorlesern platziert. Diesen tollen Erfolg haben sie durch fleißiges Üben und Spaß am Platt-Sprechen errungen.
Ein großer Dank gebührt auch Rosi Mutio und Günther Mönnich, die in der Schule zusammen mit Schulleiterin Frau Giebel mehrere Kinder auswählten, um mit ihnen zu üben. Günther Mönnich hatte dazu einige lustige Geschichten ins Wulftener Platt übersetzt und alle hatten viel Vergnügen daran.
Vielleicht ergibt sich bald eine Gelegenheit für alle Wulftener, diese Geschichten noch einmal von den Kindern zu hören. Es wäre besonders schön, wenn sich noch mehr Kinder mit Interesse am Wulftener Platt  melden würden. Es könnte dann eine Kindergruppe gegründet werden, die sich regelmäßig trifft.

„Platt ist eine sehr schöne Sprache, die es wert ist,
sie weiterzugeben!“


Plattdeutsch-Autorin Grete Hoops

 

 

 

         Sunnschien

De Sunne schient doch uwerall,

vurstaht sek, bloat an Doge.

Doch dat se be ösch an besten is,

is doch gor keine Froge.

 

Wue schient woll up er Welt

de leiwe Sunne sau helle,

we hööt se ja aok sau leiw,

up´m Barje, in Holte un up´m Felle.

 

Kucke use Holt un Barje an,

use Dann, Eicken un Beuken.

Ihr de saun Land wier süst,

moßt de lange, lange seuken.

 

Joa, use schöane Hoarzer Vurland

hölt Gold in sien Hän´n,

un wat oak ümmer ösch bedreppt,

de leiwe Gott werd et taun Bestn wen´n. 

 

Arnold Hesse

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St. Ägidien
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Rot blühende Roßkastanie
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Blick vom Röderfeld über Wulften
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Mühlrad an der Heise`schen Mühle
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am Radweg nach Schwiegershausen
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