Plattschwatzekreis

 

Das nächste Treffen des Plattschwatzekreises ist am Mittwoch, den 20. Dezember um 16 Uhr in Hermanns Scheune.

Die nächste Mitgliederversammlung findet am

Freitag, den 23. Februar 2018 im Tennistreff statt.

 

Herbstausflug zur "Alten Saline" in Salzderhelden am 25.Oktober2017

(Bericht unter Aktivitäten...)

 

 

Frühjahrswanderung  Hackenbach

Ganz im Zeichen des Hochwasserschutzes stand die heimatkundliche Wanderung des Heimat- und Geschichtsvereins Wulften. Der 1. Vorsitzende Willi Waßmann konnte dazu über 30 Teilnehmer am Ausgangspunkt Hermanns Scheune begrüßen. Bei schönstem Sommerwetter und unter der fachkundigen Leitung von Dieter Greunig ging es zunächst an der Bahn entlang bis zur Einmündung des Hackenbaches und des Hattorfer Mühlengrabens in die Oder. Hier wurden schon nach dem Hochwasser von 2007 erste Schutzmaßnahmen ergriffen und die Fließrichtung dieser beiden Gewässer geändert und Sperranlagen eingebaut. Besondere Beachtung fand damals auch eine hier angelegte Fischtreppe. Weiter führte Dieter Greunig  die Gruppe zur Straße „Ölmühle“. Hier stand die letzte, im Jahr 1874 abgebrannte Ölmühle, in der aus Rüb- und Leinsamen, Raps und Bucheckern Öl gewonnen wurde. Als Abfallprodukt fiel der sogenannte Öl- oder Leinkuchen an, der als Viehfutter sehr begehrt war. Die ursprüngliche Ölmühle stand vermutlich auf der anderen Seite der Landstraße, am Beginn des heutigen  Radweges, denn hier befand sich ein großes Feuchtgebiet mit Teichen (Günneteiche) und das zum Mühlenbetrieb notwendige Fließwasser (Hackenbach). Darauf weisen auch die alten Flurnamen wie z.B. „Im Dieke“, „Teichäcker“, „Teichbusch“, „Günnenwiesen“, „In den sieben Büten“ hin. Über viele Generationen hinweg war die Ölmühle im Besitz der Familie Beyer, deren Nachkomme Günther Beyer aus Springe mit seiner Familie an der Wanderung teilnahm. Er erzählte, dass sein Großvater noch in dem 1874 abgebrannten Gebäude geboren wurde.

 

Der Weg führte nun am Hackenbach entlang bis zu dem ein km langen Abschnitt, der jetzt durch umfangreiche Erdarbeiten wieder seinen alten Verlauf in vielen Schleifen nehmen kann und dadurch fast doppelt so lang geworden ist. Er  fließt langsamer und kann mehr Wasser aufnehmen. In früherer Zeit wurde er begradigt und vertieft, um dadurch wertvolles Ackerland zu gewinnen, das intensiv bewirtschaftet wurde.

 

Aufgrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien des Jahres 2000 dürfen die Ländereien in Trinkwassereinzugsgebieten nur noch extensiv bewirtschaftet werden. Deswegen hat der Wasserbeschaffungsverband Wulften im Zuge der Flurbereinigung bis 2012 sämtliche Ackerflächen am Hackenbach aufgekauft und in Grünland umgewandelt. Es wurden standortgerechte Gehölze angepflanzt, ein naturnahes Abflusssystem und auch stehende, sogenannte Stillgewässer, geschaffen. Ein neuer Wanderweg ergänzt das Projekt, das Landschaftsschutz, Naturschutz, Trinkwasserschutz und Hochwasserschutz verbindet. Auf einer großen Info-Tafel können sich Wanderer über alle Details informieren. An dieser Stelle erwähnte Dieter Greunig die Wüstung Erpeshusen, ein kleiner Ort wohl ohne Kirche, der sich gegenüber am Eingang des Hackentales befand. Sie wurde im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und 1447 völlig vernichtet. Die Feldmark blieb aber bestehen und gehörte wechselnden Herren, zuletzt 1886 der Domäne Katlenburg.

 

An der Quelle in der Rolandsgrund im Hackental legten die Wanderer eine Trinkpause ein.

 

Auch hier, wie an allen Stationen der Wanderung, bekamen die Teilnehmer von Dieter Greunig interessante Informationen. Der Name „Rolandsgrund“ kommt nicht etwa von dem Namen „Roland“, sondern von “gerodetes Land“  und der Name „Hackental“ bezeichnet ein Tal mit hineinragenden Hügeln, die früher „Haken“ genannt wurden.

 

Der letzte historisch bedeutsame Punkt der Wanderung war die „Friedenseiche“. Diese Eiche wurde zum 50. Jahrestag der Schlacht von Waterloo 1815, also im Jahre 1865, gepflanzt und ist heute ein Naturdenkmal. Über den „Kielweg“ ging es zurück in Hermanns Scheune, wo bereits Kaffee und Kuchen auf die müden Wanderer wartete.    

 

Neues aus der Mitgliederversammlung am 31.März 2017

Turnusmäßig zur Wahl standen der 1. Vorsitzende Willi Waßmann, die Schriftführerin Elfriede Jork sowie die drei Hauswarte Georg Lange, Manfred Beushausen und Hermann Bode. Alle wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zur neuen zweiten Kassenprüferin wurde Christina Bode gewählt.

 

Auf dem Foto der neu gewählte bzw. bestätigte Vorstand,

davor sitzend die geehrten Mitglieder.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Renate   Lakemann, Peter chlichting, Christina Bode, Georg Lange, Sigrun Münter und in Abwesenheit Renate Kordilla.

 

Herbstausflug nach Duderstadt am 16. Okt. 2016

 Duderstadt aus der Sicht eines mittelalterlichen Scharfrichters erlebten die Teilnehmer des Heimat- und Geschichtsvereins Wulften. Der 1. Vorsitzende Willi Waßmann und Kulturwart Dieter Greunig konnten dazu fast 40 Interessierte vor der Heimatstube begrüßen. Bei strahlender Herbstsonne ging es in Fahrgemeinschaften in die malerische Fachwerkstadt Duderstadt. Vor einem der schönsten Rathäuser Deutschlands wurde die Gruppe von Claus Ludwikowski als Scharfrichter Hans Zinke begrüßt. In humorvoller Weise sprach er zunächst über die Geschichte der Stadt und dann speziell über die des Rathauses. Etwas unheimlich wurde es beim Gang in den Rathauskeller. Dort in der Folterkammer erläuterte der Henker, wie der Scharfrichter auch bezeichnet wurde, die verschiedensten Foltergeräte und Methoden. Er erklärte aber auch, dass  im Mittelalter das Foltern eine intensive Ausbildung erforderte und eine Prüfung abgelegt werden musste. Scharfrichter wurden von der Gesellschaft ausgegrenzt und konnten nur innerhalb anderer Henkersfamilien heiraten, wurden aber ordentlich entlohnt nach einer festen Gebührenordnung. Meist mussten die Familien der Bestraften dafür aufkommen. Nach vielen weiteren Details führte „Scharfrichter Zinke“ die Gruppe durch die Stadt, von der Oberkirche, der Basilika St. Cyriakus, vorbei am „Tabalugahaus“, an verschiedenen Skulpturen in der Marktstraße bis zur Unterkirche St. Servatius und dem Westertor. Hier wies er auf die gedrehte Turmspitze hin und erzählte die verschiedenen Geschichten, die sich um die Entstehung dieser besonderen Drehung der Turmspitze ranken. Das Westertor ist das letzte noch erhaltene mittelalterliche Stadttor Duderstadts und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nach der interessanten Führung, oft gespickt mit Anekdoten aus dem mittelalterlichen Folterwesen, klang der Nachmittag mit  einer gemeinsamen Kaffeetafel in Gieboldehausen aus.

 

Plattdeutscher Erntedankgottesdienst am 25.Sept. 2016

„Danken un Däelen – Danken und Teilen“, unter diesem Thema feierte die Kirchengemeinde Wulften in Hermanns Scheune des Heimat- und Geschichtsvereins einen plattdeutschen Erntedank-Gottesdienst. Lektorin Doris Ebeling und ihr Team mit Elvira Schaper, Irmgard Waßmann und Rosi Mutio hatten Texte und Lieder ins Wulftener Platt übersetzt. Einige plattdeutsche Übersetzungen stammten noch von Günther Mönnich, der leider verstorben ist und dem in kurzen Worten gedacht wurde. Der Predigttext aus Jesaja 58  Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut“ zog sich wie ein roter Faden durch die auf Platt vorgetragenen Geschichten.  Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Hinrich und Martina Grünhagen mit Keyboard und Flöte. Anschließend begrüßte die 2. Vorsitzende Elvira Schaper die zahlreichen Gäste und wünschte zu der folgenden Kaffeetafel guten Appetit und ein paar gemütliche Stunden.

 

 

 

Die nächste Mitgliederversammlung findet am

Freitag, den 31.März 2017 statt

 

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„Häuser in Wulften – Früher und Heute“

Der Heimat- und Geschichtsverein Wulften hat zu diesem Thema zahlreiche alte Aufnahmen von Häusern gesammelt und mit neuen Aufnahmen dieser Häuser ergänzt. Davon wurde eine Power-Point-Präsentation erstellt. Bei Interesse kann diese bei Vereinsveranstaltungen, Familienfeiern usw. vorgeführt werden.

Ansprechpartner ist Dieter Greunig oder ein anderes Vorstandsmitglied.

                                   

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Wir suchen auch noch weitere alte Fotos von Straßenansichten oder Häusern, auch von bereits abgerissenen Gebäuden. Wir würden uns freuen, solche Aufnahmen in unsere Datei und ins Archiv aufnehmen zu können. selbstverständlich geben wir die Originale umgehend zurück. 

 

 

 

Wanderung zur Dutburg am 5. Juni 2016

Wulftens geschichtsträchtige Dutburg war das Ziel unserer diesjährigen Frühjahrswanderung. Der 1. Vorsitzende Willi Waßmann konnte dazu fast 30 Teilnehmer vor der Heimatstube begrüßen. Bei strahlendem Sonnenschein führte Dieter Greunig die Gruppe zunächst zum Mühlborn und sprach über die Wasserversorgung Wulftens früher und heute. Weiter ging es bergauf durch die „Boagatze“ zur Oberen Straße. Vor dem Grundstück von Emmi Lohrengel zeigte er die Stelle in ihrem Garten, an der sich einst wahrscheinlich das erste Kirchengebäude des Dorfes befunden hat. Mit Hinweisen auf die verschiedenen Schulgebäude im Laufe der Zeit wie das im vorigen Jahr abgerissene Küsterhaus, den ebenfalls nicht mehr vorhandenen „Hühnerstall“ im Pfarrgarten, die jetzige „Alte Schule“ und das ehemalige Haus „Kaufmann Strüver“ am kleinen Tieberg ging es weiter bis zum Haus Unterdorf Nr. 12, wo Familie Brüggemann im früheren Meierhof der Grafen von MIngerode ein Cafè eingerichtet hat. Ein Stück weiter auf der linken Straßenseite auf dem Grundstück Mißling soll sich auf einem Hügel eine frühmittelalterliche Burg befunden haben. Am Ortsausgang Richtug Dorste wurde eine alte Heer- und Handelsstraße überquert, bevor es dann auf dem Kohliweg und vorbei an den Fischteichen in den Dutberg hinauf ging. Durch inzwischen dichtes Unterholz erreichte man den Burghügel, wo Dieter Greunig die noch erkennbaren Erdformationen und Grabenverläufe der ehemaligen Fluchtburg erläuterte. Leider war, von den Wanderern fast unbemerkt, ein Gewitter aufgezogen und es begann heftig zu regnen. So wurde vorzeitig der Heimweg angetreten und alle trafen sich zum abschließenden Kaffeetrinken in Hermanns Scheune.

 

 

 

 

Neues von der Jahreshauptversammlung am 18.März 2016

 

 

 

 

 

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

Horst Waßmann, Elvira Schaper, Bernd Strüver, Günther Ehrhardt, Helmut Schülbe, Günther Rusteberg, Walter Rusteberg, Manfred Heise, Marga Hermanns,

rechts daneben der 1. Vorsitzende Willi Waßmann,

nicht auf dem Foto sind Helmut vom Hofe, Gerhard Will, Günther Wode, August Heise, Fa. Sägewerk Heise, Hermann Waßmann Am Schilde.

 

Turnusgemäß mussten die 2. Vorsitzende Elvira Schaper, der Rechnungsführer Gerhard Lüer und die Hauswarte Georg Lange, Manfred Beushausen und Hermann Bode neu gewählt werden. Alle wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als neuer zweiter Kassenprüfer wurde Jürgen Klaproth gewählt.

 

Von der Versammlung wurde beschlossen, ab sofort nur noch zu runden Geburtstagen oder Ehejubiläen von Vereinsmitgliedern mit einer Abordnung zu erscheinen, wenn eine Einladung ausgesprochen wurde. Wenn das nicht der Fall ist, wird bei den durch die Mitgliederlisten bekannten Geburtstagen nur eine Glückwunschkarte gesandt.

 

Der Heimat- und Geschichtsverein bittet alle Wulftener, eventuell vorhandene Urkunden, Dokumente, Briefe, Postkarten oder sonstige alte Schriftstücke gut aufzubewahren. Sie stellen ein eindrucksvolles Zeugnis der Vergangenheit dar. Gern nimmt auch Bodo Mißling oder ein Vorstandsmitglied solche Unterlagen zur Aufbewahrung in unserem Dorfarchiv entgegen.

 

Im Anschluss an die Versammlung zeigte Dieter Greunig in einem Vortrag „Häuser in Wulften – Früher und Heute“, der bei allen Anwesenden lebhaftes Interesse fand.

 

Der nächste Termin der Plattschwatzegruppe ist der 13. April 2016

Neuer Schaukasten am alten Rathaus

 Rechtzeitig zum 200. Geburtstag des Markscheiders Eduard August Borchers am 25. Dezember erinnert der Heimat- und Geschichtsverein Wulften an seinen großen Sohn. Der Verein hat dazu einen Schaukasten angefertigt, in dem über die Geschichte des Rathauses und über den in diesem Vorgängerhaus geborenen E.A. Borchers informiert wird.

 

Näheres über August Eduard Borchers unter

"Heimatgedichte und Geschichten aus Wulften"

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St. Ägidien
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Rot blühende Roßkastanie
Rot blühende Roßkastanie
Blick vom Röderfeld über Wulften
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Mühlrad an der Heise`schen Mühle
Mühlrad an der Heise`schen Mühle
am Radweg nach Schwiegershausen
am Radweg nach Schwiegershausen